
10. August 2011
Das ich mittlerweile wieder des öfteren die Dienstleistung der deutschen Bahn in Anspruch nehme, also mich von A nach B transportieren lasse, ist nichts Neues. Heute morgen, so gegen 6:00 Uhr war es wieder soweit, fahren mit der Bahn war angesagt. Meine Nacht war kurz, wenn auch nicht unschön, soviel zur Vorgeschichte.
Das man um diese Uhrzeit noch nicht ganz bei Sinnen ist, man fährt quasi im benebelten Modus, sollte jedem Menschen, der sich als normal bezeichnet, bekannt sein. Jedenfalls tippte ich, total in Gedanken vertieft, eine Nachricht auf meinem Handy. Ich hatte die Dame längst registriert, die eine Befragung durchführt, im Namen der Bahn versteht sich.
Jedenfalls hielt sie es für eine tolle Idee, meine Schreibarbeit auf biegen und brechen zu unterbrechen. Ich dagegen halte es, na drücken wir es positiv aus, für recht mutig, jemanden 6:00 Uhr am morgen zu nerven. Ich wollte doch nur fertig schreiben. Irgendwann hat es mir dann gereicht und ich wies die Dame darauf hin, das sie doch sehen müsste, dass ich gerade etwas schreibe. Selbstverständlich habe ich mich vor diesem Ausspruch vergewissert, dass sie im Besitz von Augen ist.
Dem nicht genug, setzte sie nach meinem Hinweis noch eines oben drauf: Sie teilte mir mit, man könne doch wenigstens freundlich reagieren. Respekt? Also vor mir als Person meine ich. Wahrscheinlich eine unbekannte Sache für die Dame. Ganz ehrlich, früh am Morgen Menschen in der Bahn zu belästigen und dann auch noch Freundlichkeit zu erwarten, ist dezent realitätsfern aber wirklich nur ein bisschen.
Mal davon abgesehen, dass die deutsche Bahn nicht mal in der Lage ist, auf einen Blogpost einzugehen, auf den man noch hingewiesen hat. Da bezweifle ich stark, das Umfragen einen Sinn machen. Ändern wird sich danach nichts, höchstens der Fahrpreis, der wieder einmal weiter nach oben klettert. Lange Rede kurzer Sinn, mutig mutig würde ich meinen.