Multi-Möbel Handel GmbH – Kundenfreundlich, sieht anders aus!

1. February 2011

Sehr geehrte Damen und Herren von der Multi-Möbel Handel GmbH,
mir liegen Informationen zu Vorgängen vor, die alles andere als Kundenfreundlich zu sehen sind. Kommen wir zunächst einmal zur Vorgeschichte.

Zwei ältere Personen kommen zu Ihnen in die Filiale und sind bereit richtig Geld auszugeben. Wir sprechen von Sitzmöglichkeiten im Wert von ca. 2700 Euro! Statt seinen Kunden zu empfehlen, noch eine Nacht darüber zu schlafen oder dies zuzulassen, war man auf sofortigen Vertragsabschluss aus. Also hat man leider diesen Kaufvertrag, in einer ihrer Filialen unterschrieben. Soweit ist erstmal alles noch im, na sagen wir, gelben Bereich. Ich halte von solchen Methoden nicht’s, schon gar nicht wenn es um solche Summen geht. Jetzt kommen wir zu dem Punkt bei dem mir Schlecht wird, wenn ich sehe wie mit Kunden umgegangen wird.

Am nächsten Tag, also nicht 5 Tage, auch nicht 1 Woche und schon gar nicht 2 Wochen später, sondern ca. 24 Stunden später kontaktiert man die Filiale auf telefonischem Wege und will mitteilen, dass man von dem Kauf zurücktreten will. Kann man machen, aber man müsse trotzdem, die bei Rücktritt,im Vertrag stehenden 25% des Kaufbetrages zahlen. Was dann so um die 660 Euro sind! Aha, man möchte also 660 Euro für verkaufte Luft bekommen, so sehe ich das jedenfalls. Lassen wir die rechtliche Schiene mal bei Seite, mag korrekt sein, sicher sind wir uns da aber noch nicht, deshalb erst mal nichts weiter dazu. Rein moralisch betrachtet, würde ich dass als Abzocke bezeichnen. Denn weder wurde der Auftrag bisher bearbeitet, noch sind der Multi-Möbel Handel GmbH wirkliche Schäden entstanden. Auf ein Angebot, 5% zu zahlen, wollte man gar nicht erst eingehen, statt dessen bietet man aus Kulanz folgendes an. Ich zitiere aus einem Schreiben der Multi-Möbel Handel GmbH.

Aus Kulanz Ihnen gegenüber unterbreiten wir Ihnen das Angebot, andere Möbel im Mindestwarenwert von 2641,00 Euro in unserem Haus zu erwerben. Für den Abschluß der Kaufvertrages räumen wir Ihnen eine Frist bis zum 28.02.2011 ein. Voraussetzung hierfür ist, dass die verwirkte Abstandsgebühr in Höhe von 660,25 Euro bis zum 11.02.2011 bei uns eingezahlt wird.

Aha, dass also versteht Ihr unter Kulanz? Ich würde dass als eine Frechheit gegenüber Kunden bezeichnen, zumal man auch Sachen verkauft, die nicht gerade im unteren Preissegment angesiedelt sind. Zumal man damit langfristig niemanden mehr in seine Filialen locken dürfte. Hätte man sich auf das Angebot mit den 5% eingelassen, dann hätte man sich friedlich und mit einer wirklichen Kulanz geeinigt und vielleicht beim nächsten mal mehr als nur heiße Luft verkauft. Denn ca. 130 Euro (die 5%), nur für Beratung ist doch auch eine ordentliche Gegenleistung. Ich persönliche halte von solchem Geschäftsgebaren rein gar nicht’s. Zudem halte ich den Kaufvertrag für hinfällig, da nachweislich, nach dem man die Unterschrift hatte, Daten von der Filiale geändert worden sind. Es ist schon Kurios das die schrfitliche Kündigung vom 27.01 stammt und der Vertrag auf einmal auf den 28.01.2011 dateiert ist! Aber bitte schön, liebe Freunde des Möbelhandels, in meinen Augen sieht eine langfristige Kundenbindungstrategie anders aus. Das Schreiben Endet übrigens wie folgt, ich zitiere wieder:

Sollten wir bis zu der von uns gesetzten Frist keinerlei Informationen in Schriftform von Ihnen erhalten, können wir die bestellte Ware nicht mehr stoppen und müssten, wenn nötig, Sie zur Abnahme der Ware auf dem Rechtsweg zwingen“.

Halt, Moment mal? Die Ware war ja noch nicht einmal von euch bestellt, der Auftrag war noch gar nicht bearbeitet und ihr traut euch solche Antworten zu schicken? Sorry, aber damit zeigt man umso mehr, dass es hier nicht um den Kunden geht, sondern darum, auf Biegen und Brechen “Kohle” zu scheffeln, meiner Meinung nach jedenfalls.

Und bevor einer von euch auf die Idee kommt, eure „Streitkräfte“ loszuschicken und etwas gegen diesen Beitrag hier zu unternehmen. Dies ist freie Meinungsäußerung und sämtliche hier genannten Fakten kann ich mit Beweisen untermauern. Kennt jemand von euch den Spruch, “Der Kunde ist König”? Hier ist er im schlimmsten Fall wohl ehr das Opfer, statt ein Kunde.

Es handelt sich um eine Filiale in Thüringen, mehr werde ich erst einmal bewusst nicht verraten. Zudem habe ich eine e-Mail an den Hauptsitz der Multi-Möbel Handel GmbH geschickt und auf diesen Beitrag hingewiesen. Zudem biete ich der Multi-Möbel Handel GmbH an, sich hier zu, öffentlich und unter diesem Beitrag dazu zu äußern. Vielleicht handelt es sich ja auch um eine einzelne Filiale, die dezent quer schlägt. Ich bin jedenfalls gespannt, ob man sich zum Vorfall äußern wird und ob man nicht doch eine andere Lösung findet. Eines dürfte aber feststehen, eine Empfehlung für Multi-Möbel wird es wohl, von unserer Seite, an keine weiteren potenziellen Kunden geben!

Update 8.03.2011

Der Vollständigkeit halber dieses Update. Auf meine e-Mail vom 1. Februar 2011 hat das Unternehmen bis heute nicht geantwortet. Zudem weicht die Multi Möbel Handel GmbH, bis heute nicht von ihrer Forderung ab. Allerdings habe ich gehört, dass wir nicht der einzige Fall sind. Bevorzugt scheint es diese Firma auf ältere Menschen abgesehen zu haben und überall drückt man die Forderung gnadenlos durch, alles was zu zählen scheint, ist der Umsatz.  Meine Meinung also, Finger weg von der Multi Möbel Handel GmbH!


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